Referenzen
- Dogwalkerin seit 2018
- KynoLogisch - Absolventin
- Erlaubnis nach § 11(1) Satz 1 Nr. 8f TierSchG durch das Veterinäramt Freiburg-Stadt erteilt
- Dozentin bei KynoLogisch
- Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen
Fortbildungen (Auswahl)
- "Lebenslänglich aggressiv - taktisches sichern gefährlicher Hunde" (Gerd Schuster)
- "Aggression ist auch nur Kommunikation" (Franziska Ferenz)
- "Du machst das schon! Angsthunde mit Franzi Ferenz"
- "Körpersprachliches Arbeiten mit Hunden - 3tägiges Seminar für Hundetrainer" (Sami El Ayachi)
- "Potpourri der Aggression" mit Maren Grote
- "Finden und Fressen. Wie man Hunde dazu bringt Beute zu teilen" (Jasmina Eisenhut)
- "Wild auf Wild. Wege zum gehorsamen Jagdhund" (Sara Kirdar)
- "Alles eine Frage der Haltung? Körpersprache des Hundes"
- "Hunderassen und deren Eigenschaften" (Gerd Leder)
- 3. Hundesymposium Pforzheim "Vom Welpen zum Senior - Stationen eines Hundelebens" (Referent*innen (u.a.): Udo Gansloßer, Kate Kitchenham, Sophie Strodtbeck, Nadin Matthews, Petra Krivy uvm.)
- Praktikum bei Michael Eichhorn (Einzel- und Gruppenunterricht, Social Walks, Ausbildung von Jagdhunden und Wolfsbesuche)
- Praktikum bei Tiere in Not Odenwald (Tierheim mit Gruppenhaltung, spezialisiert auf die Resozialisierung schwieriger Hunde. Ich durfte schwerpunktmäßig mit Angsthunden arbeiten.)
- Praktikum bei FriedrichsHund Berlin (Dogwalking in der Gruppe)
- Intensiv-Woche für Trainer*innen bei Daniel Herter
- Science Series (Webinar-Reihe)
Besonders interessiere ich mich für die Themen
- Sozialverhalten und Kommunikation des Hundes
- körpersprachliche Arbeit mit Hunden
- Angst bei Hunden
- Aggressionsverhalten (im Normbereich)
Leitbild Hundeerziehung
"Vielfalt statt Einfalt "*
Die Erziehung von Hunden ist oft viel simpler als man denkt - und gleichzeitig viel komplexer.
Mit diesem Widerspruch bin ich gleich im Thema: eine der wenigen Sachen, die ich dogmatisch ablehne, sind Dogmen :-)
Sich auf die eine einzig wahre Ideologie zu berufen und alles andere als Quatsch oder Teufelswerk abzutun, wird meiner Meinung nach dem komplexen sozialen Lebewesen Hund nicht gerecht. Oft ärgere ich mich richtiggehend, denn hier und da habe ich den Eindruck als ginge es mehr um ein Marketingkonzept als um den Hund selbst.
In der Arbeit mit Hunden ist es mir wichtig, sie ernst zu nehmen. Als Individuum, als Persönlichkeit, natürlich auch als Vertreter einer Rasse (oder eines Typus'), aber vor allem als soziales Mitglied unserer Gemeinschaft.
Darum nimmt die Einschätzung des Hundes und die Analyse seines Ausdruckverhaltens einen wesentlichen Platz bei mir ein.
Darauf aufbauend erarbeiten wir einen Leitfaden, der auf Dich und Deinen Hund angepasst ist. Manchmal sind das Impulse, Ideen und innere Einstellungen, die ich Dir auf den Weg gebe, manchmal ist eine intensiv begleitete Phase mit Übungen und dem Aufbau neuer Strukturen sinnvoll.
Wertschätzung und Wohlwollen gegenüber Hunden, aber auch ihren Menschen, sind mir ein besonderes Anliegen.
*KynoLogisch-Motto
Zusatz:
In der Hundeszene herrschen brutale Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Lagern. Ich halte das für falsch, denn es steht einem konstruktiven fachlichen Austausch im Weg. Im Interesse der Hunde sollten wir alle bereit sein aneinander zuzuhören und voneinander zu lernen. Ich für meinen Teil freue mich immer, wenn ich meinen Methoden-Werkzeugkoffer erweitern kann, denn Hunde und Menschen sind so verschieden, dass ich gern auf verschiedene Bedürfnisse eingehen können möchte.
Ego-Probleme haben in diesem Beruf meiner Meinung nach nichts verloren; Selbstreflektion und Offenheit machen eine/n Trainer:in immer besser.
Leitbild Dogwalk
Unsere Hunde leben heutzutage eng eingebunden bei uns: sie sind Familienmitglied und treue Begleiter, sie teilen unser Heim, unseren Alltag, unsere Freuden und manchmal auch unsere Sorgen. Das ist durchaus passend und gut, wir Menschen sind schließlich inzwischen ihre engsten Sozialpartner.
Doch oft schaffen wir es dann doch nicht ganz, ihren hündischen Bedürfnissen neben unserem Alltagsstress wirklich gerecht zu werden.
Professionelle Gassi-Services oder Dogwalker können hier helfen. Neben der zeitlichen Entlastung, die eine kompetente und zuverlässige Hundebetreuung bieten kann, konzentriert sich das Konzept der Betreuung in der Natur auf die ureigenen Bedürfnisse der Hunde als hochsoziale Wesen. In sorgsam zusammengestellten Gruppen können die Hunde diesem Wesen entsprechend Freundschaften und stabile Beziehungen aufbauen und Gemeinschaftsgefühl erfahren. Die Hunde lernen voneinander, sie verfeinern ihre Kommunikation und ihre Sozialkompetenzen. In ihren Stärken werden sie von mir und der Gruppe wertgeschätzt und leisten als Vorbilder wichtige Arbeit, in ihren Schwächen und Unsicherheiten werden sie nicht alleingelassen, sondern unterstützend angeleitet. Jeder Hund kann so seine individuelle Persönlichkeit ausleben und weiterentwickeln.
Regelmäßige Abläufe, Rituale und Gruppenregeln bieten einen Rahmen, der den Hunden Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Ich achte bei den Ausflügen auf eine gute Mischung aus gemeinsam erlebten Abenteuern in der Natur und harmonischem Gruppenlaufen. Je nach Hunden und ihren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben baue ich Ruhepausen, kleine Übungen und Abenteuerstrecken ein oder intiiere ein Spiel. Dabei verzichte ich bewusst auf externe Hilfsmittel wie Bälle, Klicker und Co. Im Hundetraining oft sinnvoll einsetzbar, liegt die Konzentration bei unseren Spaziergängen klar im Miteinander, der sozialen Kommunikation und dem kreativen Spiel. Gerade seit ich auf Futterbelohnungen weitestgehend verzichte, hat sich die Entspanntheit der Hunde noch einmal sichtlich gesteigert. Dabei ist es nicht so, dass ich die Arbeit über Futter dogmatisch ablehne - es hat sich nur so entwickelt, dass ich es bei unseren Gruppenausflügen einfach nicht mehr brauche.
Das freie Erleben der Natur in der Gemeinschaft anderer Hunde erfüllt wichtige Grundbedürfnisse unserer Partner. Ich bin davon überzeugt, dass Hunde das Recht auf die Erfüllung dieser Bedürfnisse haben und bin darum mit Leidenschaft und Herzblut jeden Tag darum bemüht, den bestmöglichen Job zu machen, den ich kann.
Nach Abschluss meiner Ausbildung zur Hundetrainerin besuche ich regelmäßig weitere Fortbildungen, vernetze mich mit Kolleg*innen und lese Fachpublikationen. Jenseits von Methodenstreitigkeiten in der Branche, sind mir die Vereinbarkeit von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit einem gesunden sozialen Gefühl wichtig. Eben darin versuche ich mich - immer wieder aufs Neue - zu schulen und weiter zu entwickeln.
Tala - Dogwalkerin und Hundetrainerin
Aufgewachsen in einer Kommune in Berlin Kreuzberg, waren Hunde ein fester Bestandteil meiner Kindheit. Ganz selbstverständlich gehörten sie zu unserer sozialen Gemeinschaft. Erzogen wurden sie nebenbei - Training, Hundeschule und sonstiger Firlefanz passten nicht zu unserer Lebensweise.
Auch nachdem wir keine eigenen Hunde mehr hatten, fanden auf verschlungenen Wegen immer wieder Pflegehunde zu uns. Nach einer Phase, in der Studium, Auslandsaufenthalte, Job und die Arbeit mit Pferden zeitweise alles andere verdrängten, begann genau so meine Begeisterung für Hunde wieder zu wachsen: mein Patenhund Bronte (oben rechts auf dem Bild) lenkte meinen Weg zurück zu einem weniger gehetzten Leben. Dann kam Yuri zu mir und stellte mich vor große Herausforderungen. (Rückblickend kann es nur Schicksal gewesen sein. :-)Der Kangalmischling brachte als ehemaliger Kettenhund so einiges mit: Besucher durften die Wohnung nicht betreten, andere Hunde wurden rigoros aus meiner Nähe verjagt oder gemaßregelt, wenn sie sich seiner Meinung nach nicht anständig benahmen (und das in seinem Park und in seinen Straßen!), Futter wurde ernsthaft verteidigt, Rehe stundenlang gejagt und allein zu Hause bleiben konnte er auch nicht. Zwanzig Bücher und 101 Ratschläge später hatte ich mein Bauchgefühl völlig verloren und versuchte zutiefst verunsichert einfach nur noch Problemen aus dem Weg zu gehen. Diese Erfahrungen waren - im Nachhinein betrachtet - wichtig für mich. Mit Hilfe meiner tollen Trainerin Petra Winand verließ ich dieses Tal wieder und bekam auf diese Weise einen Einblick in die systematische Arbeit mit Hunden. Nicht nur ist Yuri ein absolut verlässlicher Partner geworden; die Arbeit mit ihm hat in mir die Leidenschaft entfacht, mehr zu lernen, mehr zu können, mehr zu wissen und mich persönlich weiter zu entwickeln.
Das Zusammenleben und die Arbeit mit Hunden ist mein Weg dafür.
Obwohl ich heute einiges anders machen würde, tut es mir doch immer wieder gut, mich an die Selbstverständlichkeit des Umgangs mit Hunden aus meiner Kindheit und Jugend zu erinnern. Meine Erfahrungen von früher helfen mir heute oft, mich auf mein Bauchgefühl, meinen sozialen Verstand und eine gewisse gesunde Form der Lässigkeit zurück zu besinnen. Für einen "verkopften" Menschen wie mich, der sich begeistert mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auseindersetzt, beinahe zwanghaft jedes Argument von einunzwanzig Seiten beleuchten muss und zusätzlich auch noch perfektionistisch ist, ist das ein gesunder Ausgleich.
Unterstützung im Team
Yuri - Lehrmeister der Ruhe
Baron Yuri VanDroogs mag weder Unhöflichkeit noch Hektik; Mobbing oder Jagd auf schwächere Hunde unterbindet er konsequent, klar und angemessen.
Erledige ich meinen Job gut und lasse solche Situationen gar nicht erst entstehen, so fröhnt Yuri seinem beginnenden Rentnerdasein und erledigt gelassen wichtige Hundedinge.
Als Ruhepol der Gruppe gibt er schüchternen Hunden Sicherheit und beruhigt die Hektiker. Ich werde Dich nie vergessen. Du hast das Leben als ein alter, weise gewordener Krieger verlassen.
Remou Lade - der Schlabauke
Remou ist ein charmanter Mischling aus Schlawiner und Rabauke. Er bringt jeden Tag Begeisterung und gute Laune ins Team. Mit seiner lustigen Art entspannt er so manche Situation und ich könnte schwören, dass selbst der ernste Yuri manchmal über ihn schmunzeln muss.
Lasse ich dem Lausbuben zu viele Freiheiten, treibt er permanent Schabernack; gut geführt ist er ein wertvoller Begleiter für jeden Spaziergang. Remou leistet oft gute Arbeit bei der Integration reservierter Hunde.
Nach Yuris Tod ist Remou gereift und hat einen Teil seiner Aufgaben übernommen. So grenzt er zum Beispiel junge Rüden sehr klar ein, holt sie direkt danach aber mit seiner freundlichen Art wieder in Gruppe hinein.
Clärchen - das wars mit der Ruhe
Frollein Clärchen aus Brandenburg ist eine Rotzgöre. Sie liebt Aufregung jeder Art, ist dramatisch, extrem lustig, kann aber sehr nervig werden. Die jungen Hunde in der Gruppe lieben sie abgöttisch und laufen permanent hinter ihr her - denn wo Clärchen ist, da passieren spannende Dinge. Sie kennt alle meine Knöpfe und wenn ihr langweilig wird, dann fängt sie an, sie zu drücken. Aber sie ist das Licht in meinem Leben. Ohne sie wäre mein Alltag zwar entspannter, aber auch viel trister.